backgroundimage
CDU LAMPERTHEIM
WILLKOMMEN IN UNSERER MITTE
STADTVERBAND
LAMPERTHEIM
 
back
next
Ehrung unserer Jubilare im Rahmen des Neujahrsempfangs 2012Christian Hartmann und Margareta Hofmann bei der Eröffnung des Neujahrsempfangs 2012Vorsitzender Christian Hartmann übergibt eine Spende der CDU-Mitglieder an das Litauische Gymnasium HüttenfeldUnsere Delegierten beim Kreisparteitag der CDU Bergstraße 2012Ehrung unserer Jubilare im Rahmen des Neujahrsempfangs 2012
Ehrung unserer Jubilare im Rahmen des Neujahrsempfangs 2012
Christian Hartmann und Margareta Hofmann bei der Eröffnung des Neujahrsempfangs 2012
Vorsitzender Christian Hartmann übergibt eine Spende der CDU-Mitglieder an das Litauische Gymnasium Hüttenfeld
Unsere Delegierten beim Kreisparteitag der CDU Bergstraße 2012
Ehrung unserer Jubilare im Rahmen des Neujahrsempfangs 2012
Es geht nicht nur um Lärm – es geht auch um die Notwendigkeit
06.01.2012 - Gemeinde/ Stadt
Themengebiet: Flughafen, Kommunales, Verkehr, Infrastruktur
Es geht nicht nur um Lärm – es geht auch um die Notwendigkeit

CDU Lampertheim nimmt Stellung zu Flughafenplänen in Mannheim

Die CDU Lampertheim beobachtet die wieder aufkommende Diskussion um den Ausbau des Flugplatzes Coleman im Sandtorfer Bruch mit zunehmender Skepsis.
 
In einer Pressemitteilung teilt der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtparlament Edwin Stöewsand mit: „Unser Versprechen aus dem Wahlkampf gilt nach wie vor – mit uns wird es keinen Flughafen im Mannheimer Norden geben“.
 
Gleichzeitig kritisiert die CDU aber auch das unnötige Schüren von Ängsten wie es aktuell von manchen Seiten betrieben wird: „ Es ist unsinnig wenn man der Bevölkerung Horrorszenarien aufmalt die von startenden Boeing 737 und Airbus 319 Maschinen im minutentakt oder gar Frachtflügen in der Nacht sprechen, wer dies tut ist entweder falsch informiert oder will die Bevölkerung absichtlich in die Irre führen.
 
Die Lampertheimer Christdemokraten weisen darauf hin, dass bestehende Regionalflughäfen wie Mönchengladbach, Augsburg, Kiel, Bayreuth, Rostock, Parchim, Hof-Plauen, Erfurt, Kassel oder Altenburg eines gemeinsam haben: Keinen nennenswerten Flugverkehr - weil keine Nachfrage besteht.
 
Weiterhin gibt es in Deutschland derzeit keinen profitablen Regionalairport - Flughäfen wie Nürnberg, Dortmund oder Hahn haben seit Jahren mit Verlusten zu kämpfen. Diese haben zwar Linienverbindungen – dies aber nach wie vor im defizitären Bereich.
 
Es gibt nur noch wenige Nischenfluggesellschaften im Markt (wie Cirrus die bisher die Linienflüge ab Mannheim betrieb) die mit kleinem Fluggerät Regionalflughäfen bedienen wollen oder dies wirtschaftlich darstellen können.
 
Bei Netzairlines findet eine Konzentration auf Drehkreuze wie Frankfurt statt, dazu gezielten Direktverkehr ab den Sekundärflughäfen wie z.B. Stuttgart.
 
Cirrus hätte selbst bei längerer Start-/Landebahn kein geeignetes Fluggerät, das über das 30 sitzige Segment herausgehen würde. Von daher sind die Argumente der Flughafenbefürworter hier nicht nachvollziehbar.
 
Der Vorsitzende der CDU Lampertheim, Christian Hartmann, der selbst bei einer großen europäischen Fluggesellschaft im operativen Bereich tätig ist erklärt hierzu: „Es wäre Utopie zu glauben man könne nach einem etwaigen Ausbau jährlich 1,5 Mio. Passagiere via Mannheim abfliegen und dazu Flugzeugmuster wie eine Boeing 737 mit bis zu 189 Sitzen profitabel betreiben – diesen Bedarf gibt es nicht und er lässt sich auch nicht generieren, da sich keine Fluglinien finden werden die mit diesen Maschinen kostendeckend für Airline und Flughafen ab Mannheim operieren würden.
 
Hartmann erklärt hierzu: „Die Crux ist dass Netzwerkairlines kein Interesse an einer Verbindung ab Mannheim haben werden weil diese sich auf Ihre Drehkreuze konzentrieren. Nischencarrier haben weder das Fluggerät noch ein preislich attraktives Angebot – somit bleiben die Billigflieger, aber mit diesen kann kein Flughafen profitabel wirtschaften, da diese ein Minimum an Gebühren zahlen wollen und nicht selten auch Marketingzuschüsse als Voraussetzung für neue Routen erwarten“.
 
Weiterhin hat er kein Verständnis wenn in der Diskussion sogar über Frachtflüge in der Nacht gesprochen wird, Cargo Manager Hartmann hierzu: „Welche Frachtfluglinie soll daran bitte Interesse haben – zumal es wenig bis keine Frachtflugzeuge im Format einer Boeing 737 gibt“.
Ein Flughafen dieser Größe und Lage wäre in etwa mit dem in Dortmund zu vergleichen, der auch in der Nähe alternative Flughäfen wie Düsseldorf Köln, Paderborn und Münster hat, und ebenfalls in einer Metropolregion liegt. Dieser wurde in der Vergangenheit ausgebaut und hatte in 2010 knapp 1,7 Mio Passagiere.
Der Flughafen Dortmund bekam für die Baumaßnahmen zum Ausbau der Start/Landebahn und zur Erweiterung des Terminals in etwa 20 Mio. € Fördermittel von Land, Bund und der EU.
 
Das Jahresdefizit stieg nach dem Ausbau im Jahr 2000 von anfänglich etwa 9 Mio. Euro auf 28,3 Mio. Euro (2004) an und war seitdem bis 2007 (19,9 Mio Euro) rückläufig. 2009 stieg es auf 24,5 Mio. Euro. Somit wäre ein Flughafen im Sandtorfer Bruch sicherlich auch ein dauerhafter Zuschussbetrieb -Mannheim sollte sich auf Geschäftsflieger konzentrieren.
 
Stöwesand erklärt abschließend: „Wir werden die Situation genau im Auge behalten und dafür Sorgen, dass Lampertheimer Interessen gewahrt bleiben – jedoch wollen wir die Bürger auch aufklären und dafür Sorgen, dass die Situation realistisch betrachtet wird – es ist sehr viel Utopie und gefährliches Halbwissen im Spiel, richtig gegensteuern kann man nur wenn man die Situation seriös einschätzt.
Schlagworte: Flughafen Mannheim, Coleman, Sandtorfer Bruch, City Airport, Flughafen, Lärm, Flugzeuge
Es sind keine Kommentare vorhanden
Newsletter
CDU Mitglied werden